Leiter: Dr. Michael Jung
Telefon: 07541 / 96-1926
Telefax: 07541 / 96-41926
E-Mail: m.jung@klinikum-fn.de
Hintergrund
Das deutsche Krankenhauswesen erlebt unter fortwährendem Kostendruck in den Sozialsystemen und spätestens seit der Einführung der sogenannten DRGs oder Fallpauschalen einen tiefgreifenden und anhaltenden Veränderungsprozess. Die Ökonomisierung der medizinischen Versorgung, insbesondere der stationären Leistungserbringung, schreitet unaufhaltsam voran. Zukünftig sind entscheidende Erfolgsfaktoren für die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit des <Unternehmens Krankenhaus> die Transparenz des Leistungsgeschehens und effiziente Organisation der Abläufe.
Hier setzt die Idee eines interdisziplinären und interprofessionellen Medizin-Managements an: Erlössicherung und Prozessoptimierung werden zusammengefasst mit dem Ziel, unter Wahrung der bestmöglichen medizinischen und pflegerischen Qualität die Ertragskraft des Unternehmens dauerhaft zu stabilisieren. In diesem Sinn ist das Medizin-Management des Klinikums eine zentrale Abteilung unter ärztlicher Leitung mit bereichsübergreifenden Aufgaben.
Die Abteilungen von A bis Z
- das Archiv
- die Externe Qualitätssicherung
- das Medizin Controlling
- die Medizinische Dokumentation
- der Sozialdienst
- der Zentrale Schreibdienst
Das Archiv
Ohne ein perfekt organisiertes Archiv ist ein großer Krankenhausbetrieb nicht möglich. Hunderttausende von Papierdokumenten jährlich müssen zuverlässig abgelegt und aufbewahrt werden, die Behandlungsunterlagen müssen im Notfall zeitnah zugänglich sein und unter Wahrung gesetzlicher Fristen langzeitarchiviert werden. Die Spezialistinnen im Archiv sind für die Einhaltung des Datenschutzes ebenso verantwortlich wie für die Mikroverfilmung und Digitalisierung der Patientenakten.
Die Externe Qualitätssicherung
Stationäre Behandlungen werden unter immer komplexeren Vorgaben aus der gesetzlich geregelten Qualitätssicherungspflicht durchgeführt. Prozess- und Ergebnisqualität unterliegen Kontrollen, die mittlerweile im internationalen Vergleich vorbildlich sind. Je umfangreicher das Leistungsspektrum eines Klinikums und je spezieller die Expertise seiner medizinischen Fachleute ist, desto zeitraubender und ausgefeilter sind die Aufgaben, die in dieser Abteilung wahrgenommen werden. Sämtliche relevanten Fälle müssen einer umfassenden Sichtung und Dokumentation aller einschlägigen Daten unterzogen werden, und Abweichungen von landes- oder bundesweit geltenden Standards oder Kennzahlen zwingen zu aufwendigen Prüfungen.
Das Medizin-Controlling
Hier fließen komplexe Datenströme zusammen, deren Aufbereitung und Interpretation für die Vorbereitung von strategischen und operativen Unternehmensentscheidungen ebenso unerlässlich ist wie für die erfolgreiche Budgetverhandlung mit den Krankenkassen. Weitere Routineaufgaben sind die Vorbereitung von speziellen Abrechnungen aus dem Bereich der sog. Integrierten Versorgung oder der Chemotherapie sowie das monatliche Berichtswesen für die Geschäftsführung, die Kliniken und ihre Leitenden Ärzte.
Die medizinische Dokumentation
Zur weitgehenden Entlastung der Ärzteschaft von zeitraubenden Dokumentationspflichten übernehmen speziell geschulte Medizinische Dokumentationsassistenten die Leistungsdokumentation im Krankenhausinformationssystem. Anhand teils elektronischer, teils papiergebundener Fallakten bilden sie möglichst präzise den Behandlungsprozess ab und bereiten damit die Abrechnung gegenüber der Krankenversicherung vor. Sie unterstützen zudem die Ärzteschaft bei Fragen der Qualitätssicherung. Zukünftig werden Sie die Verweildauersteuerung im Sinne eines integralen Case-Managements übernehmen. Anhaltende öffentliche Kritik an der Stichhaltigkeit von Krankenhausabrechnungen setzt diesen Bereich einer besonders kritischen Wahrnehmung aus.
Der Sozialdienst
Die Sozialberatung ist ein wichtiger Teil der Versorgung im Krankenhaus und ergänzt die pflegerische und ärztliche Versorgung. Sie bildet die Schnittstelle zwischen stationärer Krankenhausbehandlung und nachgelagerten Bereichen und stellt das Überleitungsmanagement sicher.
Eine Erkrankung und die Notwendigkeit einer stationären Krankenhausbehandlung können Fragen und Schwierigkeiten aufwerfen, die über die rein medizinische Behandlung hinausgehen. Das bisher geführte Leben wird dabei möglicherweise in persönlicher, beruflicher und gesellschaftlicher Hinsicht in Frage gestellt und kann sich auf Grund der Erkrankung verändern. In diesem Zusammenhang berät unser Sozialdienst stationäre Patienten und deren Angehörige. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht.
Die anfallenden Aufgaben werden gemeinsam vom Krankenhaus, der katholischen Sozialstation und der evangelischen Diakoniestation Friedrichshafen, federführend für alle anderen Sozialdienste in der Stadt Friedrichshafen, übernommen.
Weitere Hinweise zu den Aufgaben des Sozialdienstes finden sich unter der eigenständigen Rubrik
Sozialdienst.
Der Zentrale Schreibdienst
In einem Klinikum der Zentralversorgung mit annähernd 40.000 Patientenkontakten pro Jahr fallen ähnlich viele Arztbriefe und Operationsberichte an. Diese Flut an Information muß geordnet, aufbereitet und verarbeitet werden, wozu ein leistungsfähiger zentraler Schreibdienst mit modernster EDV-Technik unerlässlich ist. Unterstützt wird er durch das "Digitale Diktat" ohne die früher üblichen Tonbänder und die Einführung der elektronischen Spracherkennung. „Telefondiktat“ und externe Transkriptionsdienstleister von nationalem Rang sind ein weiterer Schritt auf dem Weg zur noch schnelleren Dokumentenerstellung.