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Geschichte

Die Geschichte des Krankenhauses in Friedrichshafen
 

 

Geschichte

 

Die Errichtung des „Karl-Olga-Krankenhauses“ war nach dem Ausbau der modernen Wasserversorgung das zweite große Projekt, das den Häflern bessere Lebensverhältnisse bescherte. Am 16. August 1892, Friedrichshafen zählte damals 3500 Einwohner, war es dann soweit: Nach nur eineinhalbjähriger Bauzeit konnte das neue Krankenhaus in der Ailinger Straße mit zwölf Krankenzimmern und 25 Betten eingeweiht werden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das alte - und später im Zweiten Weltkrieg total zerstörte Heiliggeist-Spital - nicht nur als Krankenhaus und Altersheim gedient, sondern auch als Armenasyl und Obdachlosenheim.

Friedrichshafen wuchs unaufhaltsam weiter und schon bald mussten erneut Baumaßnahmen in die Wege geleitet werden. 1914 waren diese beendet: 24 neue Zimmer mit 70 Betten waren eingerichtet. Im ersten Weltkrieg wurde das Karl-Olga-Krankenhaus zum Lazarett, bereits Anfang 1914 kamen die ersten Schwerverwundeten-Transporte am Stadtbahnhof an.
Nach Kriegsende 1919 wurden zunächst die Behandlungs- und Operationsräume modernisiert. 1929 wurde dann die Wöchnerinnenstation aufgestockt und das Krankenhaus wuchs weiter. 1937 kam der leicht geschwungene Ostflügel, der 27 zusätzliche Zimmer beherbergte, hinzu. Insgesamt hatte das „KOK“, wie es im Volksmund genannt wurde, nun mit 200 Betten eine beachtliche Größe.

Der Zweite Weltkrieg veränderte sich die Situation erneut. Der 28. April 1944 wurde zum schlimmsten Tag der Friedrichshafener Krankenhausgeschichte: Einer der schwersten Luftangriffe auf die Stadt zerstörte auch das „KOK“ schwer. Gleich nach Kriegsende ging die Stadt unverzüglich an die Instandsetzung des Krankenhauses, trotz aller Mangelbedingungen.

Die Stadt wuchs weiter und auch die Anforderungen an das Krankenhaus. Bereits 1961 begannen die Planungen für eine moderne Klinik im Waldgebiet Buchschach. Parallel dazu wurde das „KOK“ weiter ausgebaut: 1962 wurde die Isolierstation eingeweiht, 1966 ging der Funktionsbau in Betrieb. Die Planungen für das neue Haus gingen zügig voran, nicht alle Pläne - besonders was die Organisationsstrukturen betrifft - wurden umgesetzt.
1971 begannen die Bauarbeiten im Buchschach und 1975 konnte das 460-Betten-Haus, mit 330 Beschäftigten seinen Betrieb aufnehmen. Die Zahl der Beschäftigten stieg auf rund 900 an. Wesentlichen Anteil daran hatten die Änderung der Leistungs- und Abteilungsstrukturen, die damals einher ging mit der Wahl einer neuen Generation von Chefärzten.
So teilt sich seither die Innere Medizin in zwei medizinische Kliniken mit den Schwerpunkten Gastroenterologie und Kardiologie. Weitere Kliniken sind das Institut für Intensivmedizin und Anästhesie, das Pathologische Institut (inzwischen privatisiert), Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinderheilkunde mit neonatologischem Schwerpunkt, Strahleninstitut. Zwei Bettenbereiche dienen der Intensivmedizin. Im Bereich der Chirurgie erfolgte 1979 eine Gliederung in die Abteilungen Allgemein- und Gefäßchirurgie sowie Unfallchirurgie, in der zunehmend verfahren wie Handchirurgie und moderne prothetische Chirurgie angesiedelt wurden. Zur Medizinischen Klinik I gehört seit 2004 auch die geriatrische Rehabilitationsklinik, die seit Dezember 2005 in der vierten Etage des Klinikums beheimatet ist.

Im Bereich der Belegabteilungen (Urologie, HNO, Augen) wurde dafür Sorge getragen, dass neue Verfahren wie beispielsweise die Laser-Anwendung und die Nierenstein-Lithotripsie eingeführt wurden. Ein modernes Zentrallabor sorgt für jederzeit verfügbare, schnelle und kostengünstige Laboranalysen in allen Bereichen.

Im Pflegebereich wurden neue Verfahren der Dokumentation der Pflegebedürftigkeit der Patienten und Standards für eine optimale Pflege erarbeitet. Seit Jahren werden Fachweiterbildungen für Intensivmedizin und Anästhesie sowie OP-Fachweiterbildung angeboten, ebenso die Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten.

Die physikalische Therapie sorgt als leistungsfähige Abteilung in der interdisziplinären Betreuung von Patienten aller Bereiche dafür, die Selbstheilungskräfte der Erkrankten zu fördern.

Das Klinikum Friedrichshafen entwickelte sich zu einer modernen  Hochleistungsklinikum, das sich seit 1993 durch den Bescheid des Sozialministeriums zu einem Krankenhaus der Zentralversorgung wandelte.  

Im Jahr 2005 wurde aus dem Städtische Krankenhaus Friedrichshafen die Klinikum Friedrichshafen GmbH, deren Geschäftsführer seit November 2005 Johannes Weindel ist.

 

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Friedrichshafen rasant. Auch im Bereich der medizinischen Versorgung musste schnell gehandelt werden: An die Stelle des altehrwürdigen Heiliggeist-Spitals trat vor mehr als 115 Jahren ein damals überaus modernes Krankenhaus.

VERANSTALTUNGEN:
24.05.12
Infoveranstaltung Optifast


02.06.12
Kreißsaalführung


06.06.12
Patientenvortrag



NACHRICHTEN:
Großes Interesse am Bauchaorten-Screening-Tag der Sektion Gefäßchirurgie im Klinikum Friedrichhafen

333,- Euro Spende an Doktor Clowns

Geschäftsführer des Klinikums Friedrichshafen spricht sich gegen Privatisierung aus


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